Hier entsteht die Seite Kormoran in Niedersachsen.Zahlen,Fakten und Vorurteile rund um den Kormoran in Niedersachsen.
Erfahren Sie wissenswertes zum Kormoran aus neutraler Sichtweise und mit gesundem Menschenverstand betrachtet.
Kormoran in Niedersachsen,Inhaltsverzeichnis:
Kormoranverordnung Niedersachsen.
Mit Fachkompetenz und Weitblick im Sinne des Natur- und Artenschutzes hat das Land Niedersachsen im Juni 2010 eine neue Kormoranverordnung verabschiedet.Hiermit ist nun sichergestellt,dass der Kormoran in einem naturverträglichen Bestand seinen festen Platz als Brutvogel in Niedersachsen hat.
Beim Kormoranbestand in Niedersachsen (aktuell ca.8500 Kormorane) müssen zuerst einmal zwei Begriffe unterschieden werden.Der eine Begriff ist der Brutbestand (Anzahl der Brutpaare) und der andere der Rastbestand (Durchzügler) der Kormorane.
Kormoran Brutbestand & Rastbestand
Als Brutbestand bezeichnet man die Anzahl an Kormoranen die in Niedersachsen brüten und ihren Nachwuchs aufziehen.Der Rastbestand ist die Anzahl an Kormoranen,die sich während des Vogelzuges (ca. 5 Monate) nur zeitweise in Niedersachsen aufhalten.
Kormoran Population in Niedersachsen
Der gesamte Kormoran Bestand in Niedersachsen setzt sich also aus dem Brutbestand und dem Rastbestand zusammen.Hinzu kommt die Anzahl an Kormoranen die noch nicht am Brutgeschehen teilnehmen,sich jedoch ständig in Niedersachsen aufhalten.Für die Anzahl aus dieser Gruppe noch nicht reproduzierender Kormorane hat sich ein rechnerischer Faktor von 2,8 Tieren pro Brutpaar als zutreffend erwiesen.
Im Jahr 2010 kann in Niedersachsen von einem Kormoranbestand von bis zu 14.000 Kormoranen ausgegangen werden.Hierbei entfallen auf den Brutbestand ca. 3500 Kormorane,auf den Rastbestand je nach Periode zwischen 2000 und 5500 Kormorane und auf die Gruppe der jungen Kormorane bis ca. 4 Jahre 5000 Vögel.
Der Kormoranbestand in Niedersachsen teilt sich aktuell also in ca. 8.500 Kormorane die ganzjährig vorhanden und etwa 5500 Kormorane die nur während der Zugperioden anwesend sind auf.Die Zugperiode der Kormorane kann beginnend mit dem Herbstzug,über die Überwinterung bis hin zum Frühjahrszug mit einem Zeitraum von etwa 5 Monaten veranschlagt werden.
Die Kormoranpopulation in Niedersachsen beträgt also im Winterhalbjahr zwischen 10.000 und 14.000 Kormorane und im Sommerhalbjahr etwa 8500 Vögel.
Entwicklung der Kormoran Bestände Niedersachsens
Die Kormoranbestände in Niedersachsen (ohne Durchzügler) haben sich wie folgt entwickelt:
Kormorane sind starke Nahrungskonkurrenten für bedrohtere Arten
Durch Nahrungsaufnahme haben Kormorane folgende Mengen an Fischen aus niedersächsischen Gewässern entnommen:
1980: 88 t Fisch
1990: 219 t Fisch
1995: 613 t Fisch
2000: 1095 t Fisch
2005: 1270 t Fisch
2010: 1576 t Fisch
Damit entnehmen aktuell Kormorane doppelt so viele Fische aus den Gewässern Niedersachsens,wie die Berufsfischer der Seen und Flussfischerei (100 t) und alle Angler in Niedersachsen (650 t) zusammen.Die durch den Kormoran in Niedersachsen entnommene Fischmenge von ca. 1500 t im Jahr 2010 entspricht einem Marktwert von etwa 9 Millionen Euro.
Das Nahrungsangebot für fischfressende Tierarten ist natürlich auch in den Seen und Flüssen Niedersachsens begrenzt.So ist der sich schon fast invasiv vermehrende Kormoran für den gefährdeten Gänsesäger (ca. 550 Brutpaare in Deutschland) ein übermächtiger Nahrungskonkurrent.
So wäre der gefährdete Gänsesäger ein würdiger und dem eigentlichen Sinn entsprechender "Vogel des Jahres 2010" gewesen und nicht der völlig ungefährdete Kormoran mit einem Brutbestand von ca. 50.000 Vögeln in Deutschland.
Kormoran,Vogel des Jahres 2010.
Ein Kommentar des Netzwerk Fischzucht zur Wahl des Kormoran zum Vogel des Jahres durch den NABU.
Hier geht es von Seiten des Nabu wohl an erster Stelle um das Dogma des uneingeschränkten und vor allem unwiderruflichen Vollschutzes einer Tierart,was bekanntermaßen eine "Milchmädchenrechnung" ist.Weiterhin wird der "Vogel des Jahres" beim Nabu nicht gewählt,sondern bestimmt.Eine demokratische Wahl würde durch alle Mitglieder stattfinden,was jedoch nicht passiert.Ebenso dürften die Spender nicht vergessen werden,denn die sind die Lebensader des Nabu.Von einer seriösen Wahl beim "Vogel des Jahres" kann also keine Rede sein.Das ganze kennen wir doch schon von den Rabenvögeln,da hat der Nabu "bibeldicke" Gutachten vorgestellt,die von den führenden Wildbiologen Europas (Europäisches Wildforschungsinstitut) bis ins Detail widerlegt worden sind.
Zur Sache:
Der Komoran war stark bedroht und der Vollschutz war der einzig richtige Weg um die Art zu erhalten,ohne wenn und aber.Heute ist die Population wieder so groß,dass ein reduzierender Eingriff örtlich notwendig sein kann.Niemand sollte vergessen das wir in Deutschland und den größten Teilen Europas in einer Kulturlandschaft und nicht in einer Naturlandschaft leben.In der Kulturlandschaft gibt es fast nichts natürliches mehr.Sie sieht zwar nach Natur aus,aber was Populationsdynamik betrifft ist nichts mehr natürlich und die Regelungsmechanismen der Natur funktionieren in keinster Weise.
Zusammengefasst:
Dort wo der Kormoran andere bedrohte Arten gefährden kann,muss auch ein regulierender Eingriff möglich sein.Ebenso dort wo die wirtschaftliche Grundlage einer Fischzucht oder ein Artenschutzprogramm der Angler gefährdet ist.Wir sollten niemals vergessen,dass keine andere Bevölkerungsgruppe in der Fläche mehr im Sinne des Artenschutz leistet (was Gewässer und Fische betrifft) ,wie unsere Angler.Eine Fischzucht aus Niedersachsen hat das ganz gut auf ihrer Internetseite ausgedrückt.
Es will mit Sicherheit kein Angler oder Fischzüchter den Kormoran ausrotten,aber schon der gesunde Menschenverstand sagt,dass in einer Kulturlandschaft regulierende Eingriffe in Populationen unumgänglich sind.Der Mensch hat die Natur völlig aus dem Gleichgewicht gebracht und nun muss er halt die Aufgaben der natürlichen Regulation von Populationen in unserer Kulturlandschaft übernehmen.Tut er das nicht,wird das große Artensterben einsetzen.
Rebhuhn: Informationen über einen einst häufigen Bewohner unserer Feldflur.Jäger sind heute die größten Förderer des Rebhuhns,bei freiwilligen Jagdverzicht.
Aal: Ohne den Einsatz unserer Angler und Fischer wäre der Aal in Deutschland wahrscheinlich schon verschwunden.Keine andere Interessengruppe leistet mehr im Artenschutz für den Erhalt des europäischen Aals in Deutschland.